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Project- Fonds aus Bamberg:Solide und dem Erfolg verpflichtet

Dieses Jahr ist von einer weitreichenden Regulierung im Bereich der offenen und geschlossenen Fonds geprägt. Alle Anlagefonds werden künftig von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft verwaltet und auch die Vermittler müssen  erweiterte Anforderungen erfüllen. Damit werden neue Perspektiven für Anleger, Vermittler und Anbieter geschaffen.

Oft falsch gesehen

In der breiten Öffentlichkeit und selbst bei Finanzfachleuten ist der geschlossene Fonds oft per se negativ belegt. Die ursprüngliche Dominanz von Steuervorteilen in dieser Anlageform hat dazu geführt, dass bei Marktveränderungen immer wieder Verluste durch den steuerlich bedingten Finanzierungshebel – also Abschreibungsmodelle – entstanden sind. Seit Jahren haben sich geschlossene Fonds von der Ausrichtung auf Steuervorteile entkoppelt und auf die Stärken der jeweiligen Anlageklasse zurückbesonnen. Sie bieten heute für eine deutlich breitere Schicht von Investoren Strategien, über Sachwerte Vermögen aufzubauen und Infl ationsraten zu schlagen. Und es gab auch früher schon genügend geschlossene Fonds, die nicht nur volkswirtschaftlich nötige Investitionen übernommen, sondern auch für ihre Anleger stabile Wertzuwächse erzielt haben. Die strukturpolitisch großen Erfolge dieser Anlageform werden von ihren Kritikern gern übersehen. Dennoch sind sie nicht von der Hand zu weisen.

Nötige Veränderung

Durch die Finanzmarktkrise wurden weltweit Schwachstellen im Finanzsystem offenbar mit zum Teil gravierenden Folgen. Es ist daher verständlich, dass die Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung diskutiert und gefordert wurde. Das neue Kapitalanlagegesetzbuch und die AIFM Regulierung sollen künftig Risiken in öffentlich angebotenen Anlagen einschränken oder zumindest offenlegen: Jeder Anbieter muss ab Mitte des Jahres Prozesse und Struktur für ein wirkungsvolles Risiko- und Liquiditätsmanagement nachweisen. Er benötigt ausreichende organisatorische Voraussetzungen inklusive einer funktionierenden IT Steuerung, einer internen Revision, einem Compliance-System sowie geeigneter und erfahrener Mitarbeiter und Geschäftsführer. Eine externe Verwahrstelle sichert das Vieraugenprinzip neben dem Reporting für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Unabhängig davon hat seit Jahresbeginn auch die umfassende Regulierung der Vermittler von Finanzanlagen begonnen. In diesem Zusammenspiel wird aus einem unregulierten ein regulierter Markt. Geschlossene und offene Fonds wachsen zusammen und es gibt künftig nur noch Investmentfonds und alternative Investmentfonds.

Die Chance

Der Gesetzgeber hat nach jetzigem Stand eine tragbare Lösung gefunden, die den Anlegerschutz ausreichend berücksichtigt und dennoch für Emissionshäuser umsetzbar ist. Nichtsdestotrotz wird nach unserer Einschätzung nur etwa die Hälfte der Anbieter diesen Prozess mitgehen und die Zulassung als Alternativer Investment Fonds Manager beantragen. Und nur zwei Drittel der bisherigen Vermittler werden Mitte des Jahres unter den neuen Voraussetzungen aktiv weiter Finanzanlagen vermitteln oder beraten. Für diejenigen, die sich den neuen Anforderungen stellen, bietet die neue Marktsituation eine historische Chance. Der Trend der Anleger, in Sachwerte zu gehen, ist ungebrochen. Die Nachfrage wird aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eher noch zunehmen. Für Private Anleger wie für institutionelle Investoren bietet das niedrige Zinsniveau wenig Alternativen, künftige Infl ationsraten auszugleichen oder dringend benötigte Renditen zu erzielen. Der alternative Investmentfonds bleibt ein wichtiger Baustein in der Portfoliostrukturierung, da er nicht mit Börsenanlagen korreliert. Die Regulierung bietet zusätzliche Chancen – das mittelständische Emissionshaus, das sich rechtzeitig auf die regulatorischen Anforderungen eingestellt hat, agiert künftig auf Augenhöhe mit den großen Anbietern. Schon heute bietet der geschlossene Fonds gerade im Vergleich zu vielen anderen Anlagen eine hohe Transparenz. Der weitere Transparenz- und Sicherheitsgewinn sowie die neue Bezeichnung wird Schritt für Schritt alte Vorurteile aufheben und dazu führen, dass Anleger das Vertrauen in Sachwerte zurückgewinnen und in alternative Investmentfonds investieren

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